Grundregeln zur korrosionsschutzgerechten Gestaltung

Oberflächenformen, auf denen sich Wasser ansammeln kann, und die in Verbindung mit Fremdstoffen (Schmutz, Salze u. a.) verstärken, sollten vermieden werden.

-   Konstruktionen mit geneigten oder abgeschrägten Oberflächen vorsehen,
-   oben offene Profile vermeiden oder in schräglage anordnen,
-   keine Taschen oder Vertiefungen vorsehen, in denen sich Wasser oder Schmutz ansammeln kann,
-   Wasser und korrosive Flüssigkeiten vom Bauteil ableiten.


Spalte und Schlitze sind möglichst zu verschließen. Bei freibewitterten Bauteilen sind Punktschweißungen und unterbrochene Schweißnähte zu vermeiden.

Scharfe Kanten aus dem Fertigungsprozess sollten gerundet oder unterbrochen werden. Grate an Löchern und Schnittkanten müssen entfernt werden.

Offene Hohlkästen und offene Bauteile, die der Einwirkung von Oberflächenfeuchte ausgesetzt sind, müssen mit Umluft- und Entwässerungsöffnungen versehen werden und innen wirksam gegen Korrosion geschützt werden.

Aussparungen in Aussteifungsrippen, Stegen oder ähnlichen Bauteilen sollten einen Radius von mindestens 50 mm besitzen.

Das Verbinden von Bauteilen aus metallen mit unterschiedlichen elektrochemischen Potential sollte vermieden werden. Ist das konstruktiv nicht möglich, sollten die Kontaktflächen elektrisch isoliert werden.

Für Stahloberflächen, die nach der Montage nicht mehr zugänglich sind oder besonderen Korrosionsbelastungen unterliegen, sind erhöhte Korrosionsschutzmaßnahmen vorzusehen.
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